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Kultur Österreich

Ausstellungs-Highlights im Bank Austria Kunstforum Wien

Direktorin Ingried Brugger zeigt den Cindy-Sherman-Effect und Gerhard Richter im Ausstellungshaus auf der Freyung sowie Herta Müller und Pablo Chiereghin im tresor.

Das kommende Ausstellungsjahr widmet Direktorin Ingried Brugger nun zwei Superstars der zeitgenössischen Kunst: Ab 29. Jänner 2020 zeigt sie in der Ausstellung „The Cindy Sherman Effect“ eine Gruppenausstellung zu den Themen Identität und Transformation. Im Herbst 2020 steht die Auseinandersetzung Gerhard Richters mit Landschaften am Programm.

Im tresor im Bank Austria Kunstforum Wien werden kommendes Jahr drei Ausstellungen gezeigt: „collected #9/#10“ (20. Februar bis 13. April 2020) widmet sich unterschiedlichen Gesichtspunkten des Sammelns; „Herta Müller: Wenn man spricht ist immer jetzt – sonst nicht“ zeigt zwischen 23. April und 14. Juni 2020 poetische Collagen der Künstlerin. Ab 15. Oktober 2020 gastiert schließlich Pablo Chiereghin mit seinem Projekt „Riot Design“ im tresor im Bank Austria Kunstforums Wien.

The Cindy Sherman Effect. Identität und Transformation in der zeitgenössischen Kunst (29. Jänner bis 21. Juni 2020)

Die Ausstellung behandelt mit den Themen Identität, deren Konstruktion und Formen ihrer Transformation zentrale Fragestellungen der zeitgenössischen Kunst und Gesellschaft. Neue Technologien, wie das Internet, Genmanipulation oder Klonen, geben vermehrt Anlass dazu, über den Begriff Identität im Sinn von Subjektgenerierung und -definition nachzudenken.

Ausgehend von Cindy Shermans Werk, das von einer konsequenten und kritisch bis provokativen Hinterfragung der Konstruktion von Identitäten gekennzeichnet ist, und dessen Bildwelten sich aus der überwältigenden Bilderflut von Fernsehen, Filmen, Magazinen, dem World Wide Web und der Kunstgeschichte speisen, wird in Form von Gegenüberstellungen von Werken Cindy Shermans und zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern Themen wie Dekonstruktion des Porträts sowie kultureller, geschlechterspezifischer und sexueller Stereotypen sowie Konstruktion und Fiktion von Identität untersucht.

Gerhard Richter (1. Oktober 2020 bis 24. Jänner 2021)

Die große Herbstausstellung 2020 widmet das Bank Austria Kunstforum Wien schließlich einem Künstler, der in Österreich bisher nur selten zu Gast war: Gerhard Richter gilt als einer der bedeutendsten lebenden Maler weltweit. „Stilbruch als Stilprinzip“ wurde Richter bereits in den 1970er-Jahren attestiert. In seinem umfangreichen Œuvre scheint alles nebeneinander und gleichzeitig zu bestehen: Figuration und Abstraktion, Fotografie und Malerei, Miniatur und Großformat. Dem Genre „Landschaft“ blieb der Künstler durchwegs treu.

Die Ausstellung „Gerhard Richter. Landschaft“ wird rund 150 Exponate umfassen und den Bogen von den Gemälden über Druckgrafiken, Zeichnungen, Fotografien und Künstlerbüchern bis hin zu dreidimensionalen Auflagenobjekten spannen. Die Schau ist die bisher umfassendste Gerhard-Richter-Ausstellung in Österreich; sie entsteht in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich und in enger Zusammenarbeit mit dem Atelier Gerhard Richter, Köln.

Weitere Informationen auf https://www.kunstforumwien.at.

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