Retreat von Trauma, Tod und Terror: Dokumentation von Kyiv Independant begleitet mit österreichischer Unterstützung „Repower Program“, das medizinischem Personal von der ukrainischen Front psychische Erholung in Schweden ermöglicht. Film von Francis Farrell und Olena Zashko wird am 23. Februar 2026, um 18.30 Uhr, erstmals in Österreichich in der Schwedischen Botschaft präsentiert. Diskussion mit den Produzenten im Anschluss. Veranstaltung in Anwesenheit der Exzellenzen Annika Ben David (Schweden) und Wassyl Chymynez (Ukraine).
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Wien (LCG) – Sie kämpfen um das Leben ihrer Kameraden und werden selbst zum Opfer: medizinisches Personal der ukrainischen Streitkräfte ist täglich unfassbarem Leid und Belastungen ausgesetzt. Das „Repower Program“ erlaubt Medizinern und Sanitätspersonal oft nach monatelangen Fronsteinsätzen eine kurze Auszeit vom Kriegsalltag in Schweden. Die Initiative folgt dem Leitgedanken, sich selbst (mental) zu retten, um andere retten zu können. Seit 2022 konnte sie über 1.200 Menschen, die täglich verwundete Soldaten versorgen, eine kurze Kriegspause zur psychischen Erholung ermöglichen.
Der Dokumentarfilm (58:21 Minuten, OmeU) von Francis Farrell und Olena Zashko verdeutlicht, dass die Behandlung psychischer Verletzungen ebenso bedeutsam ist wie jene physischer Verwundungen. In der idyllischen Landschaft Schwedens werden die Teilnehmer des Programms in Gruppen- und Einzeltherapien bei der Bewältigung ihrer Erfahrungen begleitet, erleben nach herausfordernden Einsätzen erstmals wieder Normalität und verspüren Leichtigkeit bei Freizeitaktivitäten. Einige von ihnen waren selbst in russischer Gefangenschaft und mussten menschenunwürdige Zustände ertragen, die sie wohl ein Leben lang begleiten werden.
Der Film lässt medizinische Helden zu Wort kommen und blickt hinter die Frontlinie, wo Soldaten oft erst Tage nach ihren Verletzungen versorgt werden – häufig nur in provisorisch eingerichteten Behandlungsräumen. Die Protagonisten sprechen über die enorme psychische Belastung und Depressionen im Kriegsalltag. Der Film zeigt auch Menschen, die trotz des gesamten Kriegsleides gemeinsam lachen und sich gegenseitig unterstützen, um anderen helfen zu können. Ärzte, Sanitäter und Krankenschwestern berichten von Momenten, die sie verändern und prägen. Permanenter Stress, Angst und getötete Kameraden sowie Folter durch den russischen Angreifer dominieren den Alltag an der Front. Gerettete Kameraden geben dem medizinische Personal Hoffnung und die Kraft, das Kriegsleid zu ertragen.
Weitere Informationen zum „Repower Program“ auf repower.ngo
--------- Filmpremiere „Can You Hear Me?“ --------- Datum: Montag, 23. Februar 2026 Uhrzeit: 18.30 Uhr Ort: Schwedische Botschaft Adresse: 1090 Wien, Liechtensteinstraße 51 Lageplan: maps.app.goo.gl/6BwWdoUmRzgsZ62B7
+++ AKKREDITIERUNG +++
Die Teilnahme an der Filmpräsentation und anschließenden Podiumsdiskussion ist ausschließlich nach vorheriger Anmeldung auf Google Docs möglich. Bitte bringen Sie einen gültigen Pass oder Personalausweis mit und berücksichtigen Sie ausreichend Zeit für die Einlasskontrolle.
+++ BILDMATERIAL +++
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