Nils Strunk ist Preisträger des „Crossover-Preis“ beim Österreichischen Musiktheaterpreis – BILD

Grenzgänger der Bühne: Nils Strunks genreübergreifendes Schaffen zwischen Burgtheater und Volksoper bringt ihm den Sonderpreis „Crossover“ beim 14. Österreichischen Musiktheaterpreis ein – verliehen im Rahmen der Gala am 8. September 2026.

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Wien (LCG) – Mit dem „Crossover“-Sonderpreis würdigt der Österreichische Musiktheaterpreis Jahr für Jahr Künstler, die sich den klassischen Zugängen der Bühne verweigern. Nils Strunk ist ein Musterbeispiel dafür: Schauspieler, Regisseur, Musiker und Komponist in einem, ohne dass sich die Rollen je sauber trennen ließen. Gemeinsam mit seinem langjährigen künstlerischen Partner Lukas Schrenk hat er am Wiener Burgtheater, dessen festes Ensemblemitglied er ist, eine eigene Handschrift entwickelt – Klassiker werden neu gelesen, mit Musik unterlegt und so leichtfüßig auf die Bühne gebracht, dass ausverkaufte Vorstellungen für Strunk mittlerweile die Regel sind.

Nils Strunk nimmt sich die Freiheit, Formen zu mischen, die im Musiktheater sonst getrennt bleiben, und beweist damit, wie viel Beweglichkeit in dem Genre steckt. Der ‚Crossover‘-Preis würdigt genau diesen Mut zur Vermischung und eine künstlerische Haltung, die neue Wege sowie ein neues Publikum eröffnet“, so Präsident Karl-Michael Ebner.

Ein Tausendsassa findet seine Bühne

Geboren 1990 in Bad Oldesloe und aufgewachsen in Lübeck, sammelte Nils Strunk seine ersten Bühnenerfahrungen in Bands und als Leiter der Musical-AG seiner Schule. Nach einem Zivildienst in der Theaterpädagogik der Staatsoper Unter den Linden Berlin – wo ihn, wie er selbst sagt, der „Zauber“ des Musiktheaters endgültig erfasste – studierte er von 2011 bis 2015 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.

Es folgten Engagements am Staatstheater Wiesbaden, wo er auch als Bühnenmusiker und musikalischer Leiter tätig war, am Residenztheater München sowie Gastspiele an der Volksbühne Berlin, am Schauspiel Hannover und am Düsseldorfer Schauspielhaus. Seit der Spielzeit 2021/22 gehört Strunk dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an.

Dort entwickelte er gemeinsam mit Lukas Schrenk eine Reihe genreübergreifender Bearbeitungen klassischer Stoffe, die zu Publikumserfolgen wurden: „Die Zauberflöte – The Opera But Not The Opera“, „Schachnovelle“ und zuletzt „Gullivers Reisen“. An der Volksoper Wien inszenierte Strunk zudem gemeinsam mit dem Musiker Gabriel Cazes „Killing Carmen“. Für sein Wirken wurde er bereits mit dem Elisabeth-Orth-Preis ausgezeichnet.

Weitere Informationen auf musiktheaterpreis.at

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LCG26197, 2026-08-28