Leo Nucci ist der erste Preisträger des neu geschaffenen Publikumspreises beim Österreichischen Musiktheaterpreis. Vergeben wird die Statuette am 8. September 2026 in der Votivkirche Wien.
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Wien (LCG) – Kaum ein Bariton hat die großen Verdi-Partien so nachhaltig geprägt wie Leo Nucci. Mit dem heuer erstmals zu vergebenden Publikumspreis zeichnet der Österreichische Musiktheaterpreis am 8. September 2026 im Rahmen der glanzvollen Gala in der Votivkirche Wien einen Sänger aus, der seit Jahrzehnten auf den bedeutendsten Bühnen der Welt zuhause ist – ermittelt im Zuge eines Online-Votings, bei dem das Publikum selbst über die Vergabe entscheiden konnte.
„Der Publikumspreis ist eine Auszeichnung ganz besonderer Art, weil sie nicht von einer Jury, sondern direkt vom Publikum vergeben wird. Dass die Wahl im ersten Jahr des Preises auf Leo Nucci fällt, überrascht niemanden, der ihn je live erlebt hat – seine Bühnenpräsenz und seine Verbindung zum Publikum sind einzigartig!“, betont Präsident Karl-Michael Ebner.
Geboren 1942 in Castiglione dei Pepoli bei Bologna (Italien), begann Leo Nucci seine Gesangsausbildung noch während seiner Lehrzeit als Schlosser. 1967 gewann er einen Gesangswettbewerb in Spoleto und debütierte dort als Figaro im „Barbier von Sevilla". Nach Jahren als Chormitglied an der Mailänder Scala und weiteren Studien gab er 1973 sein Solodebüt in der Titelpartie von Verdis „Rigoletto" – jener Rolle, die zu seinem Markenzeichen werden sollte.
Sein Scala-Debüt als Solist folgte 1977, 1978 debütierte er am Royal Opera House Covent Garden, 1979 an der Wiener Staatsoper und 1980 an der Metropolitan Opera New York. Damit öffneten sich ihm die Bühnen aller bedeutenden Opernhäuser Europas, Nord- und Südamerikas sowie Japans.
Sein Repertoire umfasst die zentralen Baritonpartien des italienischen Fachs – von „Un ballo in maschera" über „La forza del destino", „Macbeth" und „Otello" bis zu „Aida", „Nabucco" und „Simon Boccanegra". Nucci arbeitete mit Dirigenten wie Herbert von Karajan, Georg Solti, Riccardo Muti, Claudio Abbado, James Levine, Zubin Mehta und Riccardo Chailly zusammen. Der Wiener Staatsoper, an der er seit seinem Debüt 1979 regelmäßig zu Gast ist, ist Nucci besonders verbunden: Seit 1996 trägt er den Titel Österreichischer Kammersänger.
Weitere Informationen auf musiktheaterpreis.at
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