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Modernisierungen gewährleisten wirtschaftspolitische Stabilität - BILD

ID: LCG19184 | 29.05.2019 | Kunde: AmCham - American Chamber of Commerce | Ressort: Wirtschaft Österreich | Presseinformation

Winkler_Schellhorn_Homan © leisure communications/Roland Rudolph

Agenda Austria-Direktor Franz Schellhorn sprach beim Business Lunch der American Chamber of Commerce in Austria im Park Hyatt Vienna über nötige Reformen.

Bilder zur Meldung in der Mediendatenbank: © leisure communications/Roland Rudolph

Wien (LCG) – Die politischen Ereignisse überschlugen sich in den vergangenen Wochen und Tagen. Immer wieder ist von politischer Instabilität die Rede. Beim Business Lunch der AmCham - American Chamber of Commerce in Austria verdeutlichte Franz Schellhorn, Direktor der Agenda Austria, weshalb die nächste Regierung zumindest in wirtschaftspolitischer Hinsicht mehr Stabilität erben wird als die Regierungen vor ihr und wo es dringend Aufholbedarf braucht, um auch künftig diese Stabilität gewährleisten zu können.

„Der Eindruck, alles in Österreich gehe den Bach hinunter, trügt. Tatsächlich haben wir in Österreich ein Wohlstandsniveau das keine Generation je zu vor hatte. Die Wirtschaftsleistung pro Kopf liegt bei 40.000 Euro. Der Gesamtstaat hat im Vorjahr den ersten Budgetüberschuss seit mehr als 40 Jahren erzielt. Die künftige Regierung sollte sich vornehmen, die guten Rahmenbedingungen mit Reformen abzusichern, die den Standort stärken und die Steuerzahler entlasten“, so Franz Schellhorn, Direktor der Agenda Austria.

Hohe Schulden und hohe Steuern

„Seit 1962 sind die Staatsschulden fünfmal schneller gestiegen als die Wirtschaftsleistung“, betont Schellhorn. Grundsätzlich sei es nicht falsch sich zu verschulden, solange man in Wachstumsbereiche investiert. Tatsächlich wurde in Österreich für den Staatskonsum sieben Mal mehr Geld ausgegeben als für öffentliche Investitionen. Die Schulden werden also weitgehend verkonsumiert. Auf Grund der niedrigen Zinsen, seien die großen Schuldenberge noch nicht bedrohlich. Obwohl sich die Zinsen verdoppelt haben, gibt der Staat heute für den Zinsendienst weniger Geld aus als vor 20 Jahren. Statt dieses günstige Zinsumfeld für die Erneuerung von Strukturen zu nutzen, wurden die Kosten für bestehende Strukturen aufgewendet. Österreich gehört mittlerweile zu jenen Ländern, die hohe Steuern und hohe Staatschulden verzeichnen. „Einer weiteren Krise, wird der Österreichische Staat nicht so leicht gegensteuern können“, prognostiziert Schellhorn.

Der Direktor der Agenda Austria setzt zusätzlich zur Schuldenbremse auf eine Ausgabenbremse. Als Gefahr sieht Schellhorn die sogenannten Boom-Jahre. Eine Ausgabenbremse würde festlegen, dass das Wachstum der gesamten Ausgaben die Inflation nicht übersteigen darf.

20 Milliarden für Pensionen

Die größte Ausgabenkategorie, und damit der Grund für Österreichs hohe Steuern und hohe Schulden, ist weiterhin die „Soziale Sicherung“. „Jährlich gibt der Österreichische Staat allein 20 Milliarden Euro für Pensionen aus, anstatt in die Erneuerung des Pensionssystem einzuzahlen“, so Schellhorn. Dass es auch anders geht, zeigt Schweden. Die Höhe der Pension hängt von der Lebenserwartung ab. Auch in Österreich sollte das Pensionsantrittsalter automatisch an die Lebenserwartung angepasst werden. So wäre laut Schellhorn das Pensionssystem nachhaltig finanzierbar.

Die deutsche Sprache als Voraussetzung für weitere Bildungserfolge

30 Prozent der österreichischen Volksschüler sprechen eine andere Sprache als Deutsch. In Wien sind es sogar 60 Prozent. Doch die deutsche Sprache ist oft Voraussetzung für weitere Bildungserfolge. „Ein weiteres Ziel von Reformbestrebungen und damit der künftigen Regierung sollte es sein, dass Kinder bereits vor dem Schuleintritt ausreichend Deutsch sprechen, um dem Unterricht folgen zu können“, verdeutlicht Schellhorn. Um auch in Zukunft in der hochdigitalisierten Welt bestehen zu können, braucht Österreich gut ausgebildete Fachkräfte – Voraussetzung hierfür ist wiederum die deutsche Sprache.

Um die wirtschaftspolitische Stabilität des Landes zu gewährleisten müsse man auf Reformen setzen, verdeutlichte Schellhorn: „Es heißt, wer Reformen umsetzt, der verliert die nächste Wahl. Das muss nicht sein. Änderungen wären zu begrüßen und diese würden von den Wählern akzeptiert werden, wenn diese auch ordentlich erklärt werden.“

Wirtschaftsprominenz beim Business Luncheon

Zum Business Luncheon der American Chamber of Commerce in Austria versammelten sich im Park Hyatt unter anderem Christine Catasta (PwC), Christian Dorda (Dorda Rechtsanwälte), Michael Edelsbrunner (Citibank), Egbert Fleischer (Bawag), Sascha Hödl (Schönherr Rechtsanwälte), Martin Köberl (Procter & Gamble Austria), Norbert B. Lessing (Hilton Austria), Patricia Neumann (IBM Österreich), Friedrich Rödler (Erste Group), Martin Winkler (Oracle), Hans Greiner (Cisco), Wolfgang Chlud (Universimed), Christian Schinzel (ING-DiBa), Brigitta Schwarzer (Inara), Oliver Suchocki (Suchocki Executive Search) und Lydia Goutas (Lehner Executive Partners).

Über die Agenda Austria

Die Agenda Austria ist eine Vereinigung für wissenschaftlichen Dialog und gesellschaftliche Erneuerung. Der wirtschaftsliberale österreichische Think Tank wurde 2013 als Verein gegründet. Das Institut erarbeitet wissenschaftlich fundierte Studien, die eine breite Öffentlichkeit adressieren. Die Agenda Austria hat es zum Ziel die eigenen Ideen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu diskutieren und so einen konkreten Beitrag für eine bessere Zukunft der Menschen in Österreich zu leisten. Das Institut finanziert sich ausschließlich aus privaten Quellen und nimmt keine Studienaufträge von außen an. Weitere Informationen auf: www.agenda-austria.at

Über die American Chamber of Commerce in Austria (AmCham Austria)

Die American Chamber of Commerce in Austria setzt sich als privatwirtschaftlich organisierte U.S. Handelskammer in enger Zusammenarbeit mit der U.S. Diplomatie für den Ausbau der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Österreich und den Vereinigten Staaten ein. Als aktive Interessensvertretung repräsentiert sie US-Unternehmen, die am österreichischen Markt aktiv sind, und unterstützt österreichische Unternehmen bei ihren Erfolgen in den Vereinigten Staaten. Als Business-Enabler fördert sie die transatlantische Zusammenarbeit und vernetzt gemeinsame Wirtschaftsinteressen. Weitere Informationen auf http://www.amcham.at.


+++ BILDMATERIAL +++
Das Bildmaterial steht zur honorarfreien Veröffentlichung im Rahmen der redaktionellen Berichterstattung zur Verfügung. Weiteres Bild- und Informationsmaterial im Pressebereich auf https://www.leisure.at. (Schluss)

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