FH Wiener Neustadt setzt auf Spitzenforschung in Schlüsseltechnologien – BILD
ID: LCG26064 | 06.04.2026 | Kunde: Fachhochschule Wiener Neustadt | Ressort: Wissenschaft Österreich | APA-OTS-Meldung
Die FH Wiener Neustadt baut ihre Doktoratsaktivitäten in der Halbleiter- und Sensortechnologie aus und betont die Notwendigkeit einer zukunftssicheren Forschungsfinanzierung.
Bilder zur Meldung in der Mediendatenbank: © Fachhochschule Wiener Neustadt
Wiener Neustadt (LCG) – Technologien aus der Grundlagenforschung bilden zunehmend die Basis für Anwendungen wie quantenbasierte Sensorik oder neue Methoden der Weltraumerforschung. Voraussetzung dafür sind hochsensitive Systeme, die selbst kleinste physikalische Signale messen können. An der FH Wiener Neustadt sowie ihrer Forschungstochter FOTEC wird an solchen Schlüsseltechnologien im Rahmen von Doktoratsprojekten gemeinsam mit nationalen und internationalen Universitäten gearbeitet.
Die Basis dafür bildet das Kompetenzzentrum für Custom Semiconductor Technology, an dem in den vergangenen Jahren eine Forschungsumgebung aufgebaut wurde, die Entwicklung, Fertigung und Charakterisierung maßgeschneiderter Halbleiter- und Sensorsysteme am Standort Wiener Neustadt vereint.
„An unserer Hochschule wird Forschung in Bereichen wie hochpräziser Sensorik und moderner Halbleitertechnologie konsequent vorangetrieben und in konkrete Anwendungen überführt. Damit unsere Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler diesen Weg weitergehen können, braucht es stabile und langfristig angelegte Rahmenbedingungen. Dazu zählen insbesondere verlässliche und planbare Investitionen in Forschung sowie die Möglichkeit, künftig eigenständige Doktoratsprogramme umzusetzen. Sie schaffen Perspektiven und stärken den Forschungs- und Wirtschaftsstandort nachhaltig“, betonen Axel Schneeberger und Violeta Kaličanin, Geschäftsführer der FH Wiener Neustadt.
Zukunftssichere Forschungsfinanzierung gefordert
Programme wie das vom FWF geförderte Projekt Scies4Free, das gemeinsam mit der TU Wien umgesetzt wird, greifen diese Entwicklung auf. Hier arbeiten derzeit fünf PhD-Studierende an Quantensensoren zur Detektion einzelner Photonen und Elektronen mit Anwendungen von der Grundlagenphysik bis hin zur quantenbasierten Sensorik zur Detektion kleinster Magnetfelder. Weitere Doktoratsstudierende arbeiten in EU-geförderten Projekten im Rahmen des Marie Skłodowska-Curie Programmes sowie in ESA-geförderten Projekten an der Entwicklung neuartiger Detektoren für die Beobachtung von Exoplaneten sowie an der Integration von Gravitationssensoren zur Entdeckung von Bodenschätzen.
Diese thematische Bandbreite spiegelt sich auch in den internationalen Forschungsprojekten am CSCT-Kompetenzzentrum wider, wo die Wissenschaftler Wolfgang Treberspurg und Christian Koller an der Entwicklung und Umsetzung hochpräziser Halbleiter- und Sensorsysteme arbeiten. Dabei werden physikalische Fragestellungen mit mikroelektronischem Design, Simulation und praktischer Umsetzung eng miteinander verknüpft.
Die bestehenden Doktoratsprojekte zeigen, dass die notwendigen Strukturen für Forschung auf höchstem Niveau bereits vorhanden sind. Um diese Entwicklung langfristig abzusichern, ist insbesondere eine tragfähige und zukunftssichere Forschungsfinanzierung entscheidend. Die FH Wiener Neustadt setzt daher weiterhin auf den Ausbau ihrer Forschungsaktivitäten und die gezielte Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses, um Innovation und Know-how nachhaltig in der Region zu verankern.
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